wie Möbelhäuser werben !

Kaum eine Branche macht so intensiv Werbung wie Möbelhäuser. Hinter den ganzen Rabattaktionen und vermeintlichen Superschnäppchen stecken aber nach Ansicht von Wettbewerbshütern häufig Täuschungsmanöver.

Bei über 240 Prospekten wurden mehr als 266 mögliche Verstöße gegen Wettbewerbsvorschriften gefunden. Mondpreise, versteckte Zusatzkosten und vorgetäuschte Jubiläumsaktionen waren nur einige der Mängel, zu denen Wettbewerbshüter Abmahnungen verschickten.

Möbelpreise

Nach Untersuchungen von Wettbewerbsanwälten sind die durchgestrichenen „Statt-Preise“ in den meisten Fällen völlig aus der Luft gegriffen.
Unverbindliche Preisempfehlungen der Hersteller sind wegen der zahlreichen Variationsmöglichkeiten der Einzelmöbel eher unüblich und ein Vergleich somit kaum möglich.
Belege für Mondpreise finden sich in den Prospekten, wenn identische Möbel immer wieder zum gleichen reduzierten Preis angeboten werden. Der Geschäftsführer der Wettbewerbszentrale sagt, dass es sich hier um den eigentlichen Preis handelt. Die Nutzung eines falschen Streich bzw. Statt-Preises ist aber verboten.

Preisgefühl fehlt

Den Kunden fehlt für seltene Anschaffungen wie Möbel ein echtes/gutes Preisgefühl. Die Preise sind für Kunden schon aufgrund der verschiedensten Möbelvarianten intransparent und nicht ohne weiteres vergleichbar. Die ursprünglichen Kalkulationen seien im Möbelhandel laut Experte schon immer ziemlich willkürlich. Wenn ein Verkäufer einen Preis nennt, stellt das eine erste grobe Preisvorstellung dar, über die man dann gut verhandeln sollte. Das Internet kann in Einzelfällen weiterhelfen und erspart lästige Verhandlungen.